Volleyball: Ein etwas anderes Saison-Fazit

FL. Die Volleyball Wintermeisterschaft im GLTV wurde abgebrochen, der Grund: Corona Virus. Dieser Entscheid der Verantwortlichen war absolut richtig, besondere Situationen erfordern besondere Konsequenzen.

Mein Saison Fazit war bereits in der vergangenen Woche zu 90% fertig. Einzig die Resultate der Schlussrunde blieben aus. Es war ein Fazit basierend auf den sportlichen Entwicklungen, Resultate und Platzierungen. Die aktuelle Situation bringt viele Menschen dazu, sich wieder aufs wesentliche zu achten. Dies bewegt mich dazu ein etwas anderes Fazit der Saison zu ziehen.

 

Es braucht die richtige Einstellung

 

2016 meldeten wir ein erstes Mal das Team TV Näfels 2 für die Meisterschaft an. Die Jungs zahlten oft Lehrgeld. Mal hatten sie einfach Pech, mal scheiterten sie am eigenen Unvermögen. Doch sie blieben immer bei der Sache, kamen in die Trainings und hatten dort Spass!

In diesem Jahr verspürte ich in dieser Truppe einen anderen Drive als in den anderen Jahren. Spieler, die vor ein, zwei Jahren noch verunsichert auf dem Feld standen, wissen nun genau, was, wann zu tun ist und jeder hilft jedem. Was den TV Näfels 2 in diesem Jahr stärker gemacht hat als zuvor? Definitiv die Einstellung im Team. Es ist eine coole Truppe, die lernwillig ist und die Trainings besucht um Spass zu haben - die wichtigsten Voraussetzungen für einen Sportler. Tabellenplatz 3 ist der Lohn dafür und gleichbedeutend die beste Saison bisher.

 

Eine Gruppe Freunde im TV Näfels 1

 

Schauen wir uns unsere 1. Liga Mannschaft an: Praktisch alle befinden sich schon seit X Jahren im selben Freundeskreis, eine bessere Harmonie gibt es eigentlich gar nicht. An eine Spielrunde zu gehen ist eigentlich vergleichbar wie am Wochenende in den Ausgang zu gehen. Man geht raus und trifft sich mit Freunden um Spass zu haben. Teilweise macht uns genau dies aber auch verwundbar, weil es auch durchaus Situationen gibt, wo wir die Sache zu locker nehmen. Trotzdem - wenn ein Team, unter anderem, aus einem Dirigent eines Tambouren Vereins, drei NLA-Footballspieler, einem aktiven Volleyballspieler und sogar einem in Chur wohnhaftem Spieler besteht, sagt dies eigentlich alles über den Stellenwert dieses Teams im jeweiligen Sportlerleben.

Nun ist die Saison also zu Ende gegangen. Die Sporthallen stehen leer, kaum eine Sportart ist noch aktiv. Wann und wie es weitergeht, weiss zur Zeit niemand. Wer sich aufs wesentliche konzentriert merkt: Was man hat, merkt man erst, wenn es einem weggenommen wird.

 

Schaut aufeinander, helft den Bedürftigen, verfallt nicht in Panik und haltet euch trotz allem irgendwie fit! Die nächste Saison kommt bestimmt wieder.