Näfelser Volleyballer präsentieren zwei Gesichter in der Vorrunde

FL. Nach der 1. Runde der Wintermeisterschaft war man völlig zufrieden mit den Resultaten. Gegen zwei der drei vermeintlichen stärkeren Teams, Niederurnen und Mühlehorn, konnte man sich durch zwei Unentschieden erstmals seit langem über zwei gewonnene Punkte freuen. Obwohl man hier noch verletzungsbedingt auf zwei Stammspieler verzichten musste.

 

Doch dann kam die Vorbereitung auf Runde 2. Der Trainingsbesuch liess zu wünschen übrig. Es konnte kein Training durchgeführt werden, in welchem mindestens 6 Spieler der 1. Mannschaft in der Halle standen.

 

Auch in dieser Runde gab es Absenzen zu beklagen, so wurde Routinier Heinz Landolt aufgeboten, welcher an diesem Abend zu den Besten gehörte!

Im Spiel 1 gegen den TV Oberurnen war es lange ausgeglichen, doch schlussendlich machte Näfels 1 zu viele Eigenfehler und verloren den Startsatz mit 20:25. Im Satz 2 starteten wir sehr gut. Wir lagen deutlich vorne. Doch dann geschah wieder etwas, was wohl nur uns gelingt. Wir gaben den sicher geglaubten Satz noch aus den Händen, eine 0:2 Niederlage gegen Oberurnen, 1 Punkt hätte man hier nach Hause holen müssen.

Im Spiel 2 gegen den TV Ennenda war ein Sieg pflicht. Doch dies wurde schwerer als erwartet. Ennenda spielte gut und überraschte uns mit teilweise sehr guten Angriffen und Defensive Aktionen. Doch die Näfelser konnten sich immer besser darauf einstellen und sicherten sich die Sätze 1 & 2 mit 25:20.

 

Nach 4 Spielen stand der TV Näfels mit 4 Punkten da, im Gegensatz zur letztjährigen Vorrunde, in welcher man in 5 Partien 3 Punkte erspielte, haben wir uns bestimmt gesteigert.

 

In der letzten Vorrunde stand das Spiel gegen den TV Linthal an. Franco Landolt warnte noch vor dem Spiel und wies darauf hin, dass Linthal auch dem TV Mühlehorn einen Punkt abknüpfen konnte.

Im 1. Spiel des Abends teilten sich der TV Ennenda und der TV Linthal die Punkte, was sozusagen fast schon die definitive Qualifikation für Näfels bedeutet, aber eben, nur fast. Ein Punkt musste gewonnen werden um sich nicht durchzittern zu müssen.

 

Es war ein hartes Spiel für Näfels. Linthal spielte stark auf, konnte die Grösse der Einzelspieler sehr gut ausnutzen und gruben auch in der Defensive einige sicher geglaubten Punkte wieder aus. Dem TVN fehlten die Mittel um darauf zu reagieren. Den 1. Satz gaben sie mit 23:25 an die Linthaler, im 2. Satz verlor man mit 21:25.

 

 

Um das Resultat begründen zu können, muss man ins Detail gehen. So waren die Pässe, wie auch die Annahmen einfach nicht auf dem nötigen Niveau. Im Angriff war man zu wenig flexibel, dass man gegen das gute Blockspiel hätte reagieren können. «Vielleicht waren wir auch mental nicht ganz auf der Höhe der Aufgabe. Einzelne Spieler laden sich selbst schon zu viel Druck auf, statt einfach weiter unbekümmert zu spielen», so Spielertrainer Landolt, «Dadurch ist auch die Spielfreude etwas verlorengegangen, was natürlich sehr schade ist, für uns gibt’s nun einiges zu tun, sodass wir an der Schlussrunde gegen den TV Oberurnen wieder ein ernstzunehmender Gegner sind». Landolt sei jedoch sehr zuversichtlich, dass diese Baisse überwunden ist mit den nächsten Trainings, so sei dieses Team schliesslich das Beste, welches der TV Näfels in den letzten Jahren gehabt hat, zudem könne man mit der Rolle des Underdogs besser umgehen als mit der Rolle des Favoriten.

 

Näfels 1 hat in der Vorrunde zwei Gesichter gezeigt. Sein gutes gegen die vermeintlich stärkeren drei Teams, sein schlechtes gegen die zwei vermeintlich schwächeren Teams.

Wir dürfen gespannt sein, welches Gesicht die Mannschaft an der Schlussrunde zeigt.

 

31. März in Filzbach, Halbfinale gegen den TV Oberurnen 1